Pressemitteilung zu den aktuellen Entwicklungen und Äußerungen von Herrn Schiller in der letzten Gemeinderatssitzung

Die „Freunde des Seewinkels“ haben erfahren, dass das Pachtverhältnis für den
Seewinkel gekündigt und der Pächter zur Räumung aufgefordert wurde (siehe auch unseren Pressespiegel).

Gemeinderäte aus verschiedenen Fraktionen haben Verwunderung darüber
geäußert, dass dies gefordert wurde, obwohl die neuen Planungen noch nicht
abgeschlossen sind.

Uns ärgert, dass Herr Schiller in der letzten Gemeinderatssitzung vom 29.10.2008
kritisiert hat, dass noch nichts passiert sei, denn der Pachtvertrag läuft schließlich bis
zum 31.12.2008.

Wir sehen keinerlei Handlungsbedarf, denn derzeit ist noch keine neue Baugeneh-
migung erteilt, die schon jetzt eine Räumung rechtfertigt.
Die Entwurfsplanung ist noch nicht abgeschlossen und es ist damit nicht absehbar,
ob für die Saison 2009 ein Strandbad-Betrieb mit neuem Kiosk ermöglicht werden
kann. Es ist sehr unbegreiflich, warum für den Abriss diese große Eile geboten ist.

Dieser Kiosk hat eine gültige Baugenehmigung, die nicht zum Ende des Jahres
erlischt, sondern weiter besteht. Dadurch gibt es beim bestehenden Kiosk keine
wasserschutzrechtlichen oder umweltschutzrechtlichen Gründe, die einen Abriss
erfordern. Die hygienischen Auflagen des Gesundheitsamtes vom Mai 2008 wurden
vom Pächter umgehend umgesetzt, sodass Mitte Juni 2008 alle Auflagen erfüllt
waren.

Die „Freunde des Seewinkels“ fragen sich, wie sich die geplanten hohen Baukosten
von ca. 400 T€ mit einer Pacht vereinbaren lassen, die durch die Bewirtschaftung
des Strandbar-Kiosks finanziert werden muss.
Die Besucher des Seewinkels wünschen ein Gelände mit freiem Zugang, Badeplatz,
kleiner Bebauung (Strandbar-Kiosk) und der Möglichkeit zu öffentlichen
Veranstaltungen und ohne Konsumzwang. Gerade dies ist mit einer hohen Pacht
nicht zu vereinbaren.
Darum fragen wir uns immer noch, warum das jetzige Gebäude nicht in eine neue
Planung integriert und günstig saniert werden kann.

Wir sehen einen Strandbad-Betrieb mit Aufsicht über das Gelände (Lärm, Abfall,
Pflege, Toilettenbetrieb, Öffnungszeiten) für nächstes Jahr gefährdet, denn wenn
man die Zeiten für die Bauplanung und Ausführung einrechnet, kann für die nächste
Badesaison nichts fertig gestellt werden.

Die Aussagen von Herrn Schiller vor der Wahl haben übrigens noch ganz anders geklungen!